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In Schwanenberg lernen zukünftige Sternsinger das Aktionsland Bolivien kennen KiZ 01/2016 H

Die Kinder suchen zusammen auf einer Weltkarte das Land Bolivien.

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Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 01/2016

Respekt für dich, mich und andere

In Schwanenberg lernten 17 Kinder viel über die Sternsingeraktion und das Beispielland Bolivien

Derzeit sind im Kreis Heinsberg wieder die Sternsinger unterwegs. Sie ziehen von Haus zu Haus, um diese zu segnen sowie für notleidende Kinder in der Welt zu sammeln. Damit die Kinder wissen, worum es beim Dreikönigssingen geht, wurden sie in Gruppenstunden vorbereitet.

Ein Besuch in der ersten Gruppenstunde der Gemeinde Schwanenberg zur Sternsingeraktion in der Pfarrei Christkönig Erkelenz zeigt, dass die Kinder begeistert bei der Sache sind. Zu Beginn wissen Vera Hermanns und Bärbel Nagel, die zusammen die Sternsingeraktion im Dorf leiten, noch nicht, wie viele Kinder kommen werden.

 

17 Kinder kommen zum ersten Treffen angestürmt

Es wird auf einmal laut, und fünf Mädchen und Jungen stürmen herein. Immer wieder geht die Tür auf, und weitere Kinder folgen. Schließlich sind es 17 an der Zahl – allesamt Schüler aus der fünften Klasse. Schnell werden die Stühle in Beschlag genommen. „Warum treffen wir uns?“, fragt Vera Hermanns die Kinder. Wie aus der Pistole geschossen, antwortet Daniel: „Wir bereiten uns vor, damit wir wissen, für wen wir sammeln.“ Hermanns weist auf eine Weltkarte. Die Kinder gucken gespannt. „Ich habe euch diese Karte mitgebracht, weil jedes Jahr beim Dreikönigssingen ein anderes Beispielland in den Mittelpunkt der Aktion gerückt wird“, erklärt sie.

Ihre Frage, wer denn wisse, um welches Land es diesmal gehe, bleibt zunächst unbeantwortet. Dann geht der Finger von Johanna hoch und sie nennt Bolivien, auch wenn sie nicht weiß, wo das Land liegt. Wer will, darf auf der Weltkarte nachschauen. Alle stürmen nach vorne. Schnell haben die Kinder Südamerika und Bolivien entdeckt. Die nächste Frage von Vera Hermanns quittieren sie mit einem Stirnrunzeln. Sie sollen das Motto der Sternsingeraktion nennen. Hermanns hilft. Das Thema laute „Respekt für dich, für mich, für andere! – In Bolivien und weltweit“. „Wisst Ihr denn, was Respekt ist?“, fragt sie. Das bedeute, Achtung vor anderen zu haben, weiß Daniel. Tim erklärt, dass es auch respektvoll sei, zuzuhören.

 

Akzeptieren, wenn jemand kleiner oder schwächer ist

Respekt bedeute, zu akzeptieren, wenn jemand kleiner und schwächer sei, ist eine weitere Antwort. Hermann erklärt, dass Respekt wichtig sei im Umgang mit jedem Menschen, egal ob er Ausländer sei oder eine Behinderung habe. Den Kindern will die Leiterin nun zeigen, wie Sternsinger aussehen. Drei Kinder dürfen sich verkleiden. „Sternsinger sind kleine Könige in Anlehnung an die Weisen aus dem Morgenland“, erklärt sie. Die nächste Frage, was die Könige brauchen, ist da schon schwieriger. Auf die Krone oder den Turban, den Umhang, die Sammelbüchse und den Stern als Symbol kommen die Kinder rasch. Doch dass sie auch gesegnete Kreide brauchen, um den Segensspruch aufzuschreiben, oder gesegnete Aufkleber mit dem Spruch mitführen werden, will ihnen gar nicht einfallen. Was sie an die Häuser schreiben sollen, lernen sie auch noch in dieser Stunde.


Von Eva  Weingärtner

Veröffentlicht am 31.12.2015

 
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