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Diakonenweihe

(v.l.) Diakon Stefan Kauff (halb verdeckt), Michael Gerads, Monsignore Stefan Dückers, Wilfried Elshoff, Weihbischof Johannes Bündgens, René Brokers, Jürgen Schoenen, Diakon Achim Jaskulski, Spiritual Georg Lauscher

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„Die Diakonenweihe ist eine große Ermutigung“

Vier Männer zu Diakonen geweiht - Feierliche Weiheliturgie im Hohen Dom zu Aachen

Aachen, (iba) – Für vier Männer war der heutige Samstag der feierliche Abschluss einer über vierjährigen Vorbereitungs- und Ausbildungszeit. Im Hohen Dom zu Aachen weihte sie Weihbischof Dr. Johannes Bündgens zu Ständigen Diakonen.

Geweiht wurden René Brockers (Pfarrei St. Martin, Wegberg), Wilfried Elshoff (Pfarrei St. Jakobus der Ältere, Jüchen), Michael Gerards (Pfarrei St. Benedikt, Grefrath, eingesetzt in St. Mariä Geburt, Kempen) und Jürgen Schoenen (Pfarrei St. Peter und Paul, Eschweiler).

„Ihr Ehrentitel wird es ab heute sein, Diakon, Diener zu heißen, weil die dienende Liebe in der Ordnung des Glaubens das Größte ist", begrüßte Weihbischof Bündgens die angehenden Diakone. Er erinnerte an das II. Vatikanische Konzil: „Das ist die konkrete Frucht des Konzils, ein neuer Stand, den es zuvor in der lateinischen Kirche nicht gab: meist verheiratete Männer, bewährt in Ehe, Familie und Beruf, die für den Dienst in der Kirche ordiniert werden." In einer Zeit, wo der Kirche der Wind scharf ins Gesicht wehe, sei die Diakonenweihe eine große Ermutigung. Ihnen werde in ihrem Dienst ein Balanceakt abverlangt: Die rapiden Veränderungen der säkularen Welt, die neuen Formen der Armut, das Auseinanderdriften der gesellschaftlichen Milieus, all das mache die Aufgabe immer anspruchsvoller, die Ränder der sozialen Nöte mit der Mitte des Evangeliums, konkret mit der zentralen Feier der Eucharistie, in Verbindung zu halten. „Es ist wichtig, dass es Menschen gibt, die in der Kirche Verantwortung übernehmen und ihr Gesicht verleihen," so Bündgens.
Er legte den vier Kandidaten anschließend die Hände auf und sprach das Weihegebet. Mit Stola und Dalmatik, dem liturgischen Gewand, bekleidet erhielten die neuen Diakone dann das Evangelium für die Verkündigung, die sie zukünftig in Wort und Tat ausüben sollen.

Wilfried Elshoff dankte vor dem Empfang in der Domsingschule stellvertretend den Familien, Weihbischof Bündgens für die bewegende Feier sowie den Ausbildungsverantwortlichen Msgr. Dr. Stefan Dückers, Diakon Achim Jaskulski und Spiritual Georg Lauscher für ihre Unterstützung und Begleitung auf dem Ausbildungsweg.

Es ist der 16. Ausbildungskurs Ständiger Diakone seit dem II. Vatikanischen Konzil, das dieses urchristliche Amt nach 1000 Jahren Unterbrechung wieder eingeführt hat. Das Amt wird in der Regel ehrenamtlich ausgeführt. Im Bistum Aachen werden im Regelfall alle zwei Jahre Ständige Diakone geweiht – im vorangegangenen Ausbildungskurs wurden im Jahre 2013 ebenfalls vier Kandidaten geweiht. Im Gegensatz zu den Ständigen Diakonen, die „ständig", also auf immer Diakone bleiben, ist die Diakonenweihe künftiger Priester nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zur Priesterweihe. Diakone taufen, trauen und beerdigen, sie assistieren dem Priester in der Eucharistiefeier und leiten andere Gottesdienstformen. In erster Linie sollen Diakone aber am Rand der Gemeinden unter den Menschen wirken und helfen, ihnen in unterschiedlichen Notlagen zur Seite stehen.

Geweiht wurden:

René Brockers wurde 1977 geboren. Er arbeitet als Industriekaufmann in einem mittelständischen Familienunternehmen. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt in Wegberg.

Wilfried Elshoff ist 55 Jahre alt und verheiratet. Er ist Bankkaufmann und wohnt in Jüchen.

Michael Gerards wurde 1962 in Nettetal-Breyell geboren. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. Seit 26 Jahren ist er im Bistum Aachen als Gemeindereferent tätig. Er wohnt in Grefrath.

Jürgen Schoenen wurde 1962 geboren, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er arbeitet in leitender Funktion beim Jobcenter der StädteRegion Aachen und wohnt in Eschweiler.(iba/Na 113)


Von iba

Veröffentlicht am 21.11.2015

 
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