Internet-Plattform der Region Heinsberg
http://region-heinsberg.kibac.de/nachrichtenansicht?mode=detail&action=details&siteid=1031240&type=news&nodeid=e8566700-fc97-4d37-8702-560c559d41f9
 
 
Tag der Stille

Vollbild Tag der StilleGalerie Tag der Stille Tag der Stille Tag der Stille Tag der Stille Tag der Stille Tag der Stille

 
 

 

Tag der Stille im Kloster Steyl

40 Frauen haben sich das Ziel gesetzt, einen Tag in Stille und Schweigen zu verbringen

Es ist ein besonders schöner Spätsommermorgen im September als eine Gruppe von 40 Frauen in einen Bus zum Klosterdorf  Steyl aufbricht. Die meisten von ihnen haben sich alleine oder zu zweit angemeldet und sind doch erfreut, die ein oder andere bekannte zu treffen. In Steyl angekommen werden wir von Sr. Margret und Sr. Mechthilde erwartet, die uns einiges über Gründungszeit, Entwicklung des Missionsordens und Mutterhaus selbst erzählen.

Und dann geht´s auch schon los, die drei Gemeindereferentinnen Michaela Klüttermann aus Geilenkirchen, Irmgard Zielenbach aus Erkelenz und Sabine Mevissen, Frauenseelsorgerin in der Region stimmen auf das Schweigen ein- „Schweige und höre“ – so beschreiben sie das Anliegen für diesen Tag.  Das Schweigen bietet die Möglichkeit, auf die eigene innere Stimme hören und nachzuspüren, was mich heute besonders bewegt. Erst einmal werden die Frauen ermutigt, einen eigenen Ort zu suchen, an dem dies gut gelingen kann. Für einige ist das die Kapelle der „Rosa Schwestern“ mit der ewigen Anbetung oder die Kapelle mit dem Grab von Arnold Janssens, dem Ordensgründer, für andere ist der  Klostergarten der Missionsschwestern anziehend, wieder andere gehen zum Ufer der naheliegenden Maas. Das Mittagsgebet der Schwestern in der Kreuzkapelle lädt ein, das Mittagessen schweigend einmal ganz anders zu erleben. Später hilft eine Körperentspannung, dem eigenen Bedürfnis auf die Spur zu kommen. So geht jede ihren Weg in den Nachmittag hinein zu dem bereits entdeckten Lieblingsort oder weiter auf der Suche nach Stille und in Sich Hineinhören.  Bei herrlichem Sonnenschein lässt so manche neue Erfahrung das Herz weit werden. Nach Kaffee und Kuchen lädt eine gemeinsame Andacht dazu ein, die gesammelten Erlebnisse mit Stille und Schweigen vor Gott zu tragen mit der Bitte, diese in den Alltag hineinfließen zu lassen. Der Austausch auf dem Nachhauseweg ist geprägt von Nachdenklichkeit, aber auch von Frohsinn und Dank, sich selbst diesen Tag geschenkt zu haben und das Experiment Schweigen erfolgreich bestanden zu haben.     


Von Elke Wild

Veröffentlicht am 12.10.2015

Test