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Markus Bruns neuer Domkapitular

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Markus Bruns ins Amt zum nichtresidierenden Domkapitular eingeführt

Dompropst begrüßt Verjüngung des Domkapitels

Propst Markus Bruns ist am Samstag, 24. Oktober 2015, zum nichtresidierenden Domkapitular am Hohen Dom zu Aachen in sein Amt eingeführt worden. Gemeinsam mit ihm zelebrierten Dompropst Manfred von Holtum und Dompropst em. Prälat Dr. Herbert Hammans das feierliche Hochamt im Aachener Dom.

Domprpst Manfred von Holtum hob in seiner Einführungsrede hervor, dass das Domkapitel jetzt zwei Pröpste habe: einen Dompropst und einen „Ortspropst" aus Heinsberg. Auch sei mit dem neuen 48-jährigen Domkapitular im Domkapitel der Anschluss an die jüngere Generation gegeben. Als sichtbares Zeichen für das neue Amt hängte der Dompropst Markus Bruns das Kapitelskreuz um. Es symbolisiere den Glauben an Jesus Christus, den Gekreuzigten und Auferweckten und das Bekenntnis dieses Glaubens in der Verkündigung, erläuterte Manfred von Holtum. Im Scheitelpunkt des Kreuzes sei das Bildnis der Gottesmutter erkennbar, die Patronin des Aachener Domes, der Marienkirche.

In seiner Predigt griff Markus Bruns das biblische Gleichnis vom unfruchtbaren Feigenbaum auf. Der fruchtlose Feigenbaum stehe auch für die Fruchtlosigkeit des Lebens, für die Vergeblichkeit des Alltäglichen, unter der die Menschen nicht selten litten: im eigenen Leben, in der Gesellschaft, in der Kirche, so Bruns. Die Menschen hätten so unglaublich viele Möglichkeiten, sie seien in diesem Land noch nie so wohlhabend und reich gewesen, und dennoch würden Kinder als Armutsrisiko gelten, alte Menschen als eine Last empfunden, Flüchtlinge wären vielfach nicht willkommen. Gott habe den Menschen Lebenszeit als Gnadenzeit geschenkt. Die Menschen müssten diese Zeit nutzen und Früchte hervorbringen – für das eigene Leben und für das Leben in dieser einen Welt.

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Jungen Chor St. Gangolf Heinsberg und Domorganist Prof. Michael Hoppe unter der Leitung von Regionalkantor Winfried Kleinen.

Markus Bruns wurde am 10. Januar 1967 in Wassenberg-Birgelen geboren. Nach seiner Priesterweihe am 4. März 1995 im Aachener Dom war er als Kaplan tätig von März 1995 bis August 2000 an St. Josef, Viersen, und an St. Helena, Viersen-Helenabrunn. Von August 2000 bis Oktober 2006 war er Regionaljugendseelsorger der Region Kempen-Viersen, außerdem von Oktober 2000 bis November 2006 Pfarradministrator an St. Helena, Viersen-Helenabrunn. Im Juni 2006 wurde er Leiter der Gemeinschaft der Gemeinden Viersen und hatte dieses Amt bis Oktober 2010 inne. Von November 2006 bis Oktober 2010 war er darüber hinaus Pfarrer an St. Helena, Viersen-Helenabrunn, St. Peter, Viersen-Bockert, und Pfarradministrator an St. Marien, Viersen-Hamm, GdG Viersen.

Seit November 2010 ist er, neben seiner Aufgabe als Leiter der GdG Heinsberg/Waldfeucht, Pfarrer der Pfarreien St. Theresia vom Kinde Jesu, Heinsberg-Schafhausen, St. Mariä Schmerzhafte Mutter, Heinsberg-Unterbruch, St. Josef, Heinsberg-Laffeld, St. Mariä Rosenkranz, Heinsberg-Straeten, St. Nikolaus, Heinsberg-Waldenrath, Herz Jesu, Heinsberg-Aphoven, Pfarrer und Propst an St. Gangolf, Heinsberg, sowie Vorsitzender der Verbandsvertretung des Katholischen Kirchengemeindeverbandes Heinsberg/Waldfeucht. Seit Januar 2013 ist er Mitglied des Diözesanpriesterrates, seit Februar 2013 Mitglied des Kuratoriums für die Fortbildung der Priester. Außerdem ist er seit 2013 Mitglied in der Kommission für die Partnerschaft mit der Kirche in Kolumbien.

Das Aachener Domkapitel besteht aus dem Dompropst, sechs residierenden und vier nichtresidierenden Domkapitularen sowie sechs Domvikaren. Die Anzahl der Domkapitulare und Domvikare ist im Preußen-Konkordat von 1929 festgelegt: Ein nichtresidierender Domkapitular ist nicht „ortsgebunden" und damit nicht zum ständigen Dienst an der Kathedralkirche verpflichtet; bei einer Bischofswahl zum Beispiel hat er jedoch dieselben Rechte wie ein Residierender Domherr.

Zu den Aufgaben des Domkapitels gehören der Gottesdienst, die Seelsorge und die Sakramentenspendung im Dom sowie die Sorge um den Erhalt des Domes und die Wahl eines neuen Bischofs.


Von Franz Kretschmann

Veröffentlicht am 26.10.2015

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