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Generationenkirche Sundayte in Heinsberg erweitert Angebote

Frauen und Männer nahmen die Einladung zum „Cappuccino mit Gott“ gerne an.

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Aus der KirchenZeitung, Ausgabe 44/2015

Auf einen Cappuccino mit Gott

Die Generationenkirche „Sundayte“ in Heinsberg-Unterbruch wird um neue Angebote ergänzt

Ingrid Beiten, Verantwortliche im pastoralen Projekt Sundayte, hatte erstmals zum „Cappuccino mit Gott“ in die Kirche in Unterbruch eingeladen. Mit der Kaffeespezialität stellte sie das erweiterte Konzept des Projekts „Sundayte“ vor.

 Der Kirchenraum der Pfarrkirhe Heinsberg-Unterbruch war nicht wieder zu erkennen. Wo sonst Kirchenbänke stehen, waren Kaffeetafeln und ein Kuchenbuffet aufgebaut. Der Raum leuchtete mal in lila und mal in orangem Licht. Das sind die Farben des Projekts „Sundayte“, das Beiten mit noch mehr Angeboten neu aufstellen will. Bisher findet jeden dritten Sonntag im Monat um 18 Uhr eine Wortgottesfeier zu einem bestimmten Thema statt, bei dem in der Kirche ein bequemes Sofa in den Farben Lila und Orange steht, Stühle im Kreis angeordnet und das Kirchenschifff mit einer großen Leinwand von der übrigen Kirche abgetrennt ist. Künftig wird das Angebot über die Wortgottesfeiern hinaus erweitert.

Beitens Konzept für „Sundayte“ ist dreigeteilt. Neben spirituellen Angeboten wie den Wortgottesfeiern soll es Pilgerangebote sowie kulturelle Angebote wie Ausstellungen, Buchvorlesungen und Konzerte geben. „Wir sind hier ganz offen“, sagte Beiten. Für das nächste Jahr habe sich bereits der Gospelchor der evangelischen Kirche angemeldet. Fest steht auch, dass im zweiten Halbjahr 2016 die Ausstellung „Über den Tod hinaus“ hier präsentiert wird. Im dritten Bereich geht es um Begegnung und Miteinander, wozu der „Cappuccino mit Gott“ gehört. Geplant ist, dass im Advent an einem Sonntagabend Weihnachtsgeschichten gelesen werden sollen.

 

Traum von einer bunten und belebten Kirche

„Der Traum von einer bunten, aktiven, belebten und gelebten Kirche soll hier Platz finden“, sagte Beiten. Da sei es egal, ob jemand schon lange mit Gott oder mit vielen Fragen, Sorgen, Erfahrungen und Neugier unterwegs sei. Jeder sei bei „Sundayte“ herzlich willkommen. „Der Cappuccino mit Gott ist eine gute Gelegenheit, das Projekt besser kennenzulernen“, fuhr sie fort. Eigentlich hatten sie und die Steuerungsgruppe mit sieben ehrenamtlichen Mitarbeitern überlegt, einen Tag der offenen Tür zu machen. Die Teammitglieder stellten sich die Frage, wie sie am besten die Menschen erreichen könnten. So ist die Idee entstanden, zum „Cappuccino mit Gott“ einzuladen. Sichtlich erfreut war Beiten, dass sich nach und nach Bekannte und Unbekannte einfanden, die sich an die gedeckten Kaffeetafeln setzten. Eine von ihnen war die 20-jährige Maria Penners aus Tüddern. „Ich möchte neue Kontakte knüpfen. Der Gedanke ist auch da, mich hier aktiv bei Sundayte einzubringen“, sagte sie zu ihrer Motivation. Der „Cappuccino mit Gott“ sei eine schöne Form des Zusammenseins. Der Meinung war auch Brigitte Brudermanns aus Aphoven. „Das Café in der Kirche sollte wiederholt werden“, sagte sie. Es handele sich um einen Kirchenbesuch anderer Art. Sie komme auch gerne regelmäßig zu den Wortgottesfeiern von Sundayte. „Es ist eine andere Form des Gottesdienstes. Meistens nehme ich Gedanken von den Themen mit nach Hause“, erklärte sie. Seit 2011 gibt es bereits Sundayte in der Form mit den Worgottesfeiern.

 

Konzept: Spirituelle und kulturelle Angebote

„Ich wurde eingestellt, um im Zeitraum von fünf Jahren das Projekt aufzubauen“, erzählte Beiten. Es gehe darum, wie mehr Leben in die Kirche gebracht werden könne. „Sundayte ist eine Herausforderung für uns“, sagte die Projektleiterin. Sie freue sich deshalb über jeden ehrenamtlichen Mitarbeiter, der mitmachen und mitgestalten wolle. „Sundayte soll wie eine Tankstelle sein. Es wäre schön, wenn wir das erreichen können“, sagte sie.


Von Eva Weingärtner

Veröffentlicht am 29.10.2015

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